Aktionsbild und Aktionskonsens

Aktionsbild


[zum Aktionskonsens]
Am 1. und 2. Juni werden wir gemeinsam mit bunten, lauten und zum Teil auch unbequemen Aktionen die Verursacher*innen der Klimakrise und ihre klima-ungerechte Arbeitsweise aufdecken und markieren. Die Zuspitzung der Verhältnisse durch die Ausbeutung der Natur, der engstirnigen Konzentration auf Wirtschaftswachstum und der zunehmenden Ausgrenzung marginalisierter Gesellschaftsgruppen zwingen uns dazu mit entsprechenden Mitteln für ein Gutes Leben für Alle zu kämpfen. Wir alle können die aktuellen politischen, ökonomischen und sozialen Entwicklungen hier und weltweit nicht kommentarlos hinnehmen. Deswegen werden wir, auch mit Aktionen des zivilen Ungehorsams, die Orte sichtbar machen, an denen Klimawandel und Ungerechtigkeit gemacht wird. Auf spielerische Art und Weise zeigen wir alle, ob mit oder ohne Protesterfahrung, ob Kinder oder Rentner*innen, dass wir einen Gesellschaftswandel wollen und brauchen!

Gemeinsam schaffen wir ein inspirierendes Alternativbild: Jede*r ist dazu aufgerufen sich in Kleingruppen zu organisieren und durch Aktionen an den Climate Games teilzunehmen. Ziel ist es entweder im Vorfeld, beim Speeddating am Klimacamp oder auch total spontan eigene Aktionen zu entwickeln. Seid kreativ: Die Aktionen können jegliche Formen annehmen und jede Person/Kleingruppe kann dadurch selber entscheiden, wir weit sie in ihren Aktion gehen möchte. Die Climate Games stellen verschiedene Tools zur Verfügung, die von Kleingruppen als Unterstützung genutzt werden können: Die Spielanleitung hilft beim Organisierungsprozess der Kleingruppen, das Schwarzbuch Wien¹ informiert über die Orte an denen die Klimakrise in Wien vorangetrieben wird, die Spielkarte lokalisiert diese Orte in der Stadt. Auf dem Klimacamp werden darüber hinaus Workshops und Aktionstrainings, sowie für Kurz-Entschlossene ein paar ausgearbeitete Aktionsideen angeboten.

Im Anschluss werden alle Aktionen  vorgestellt und gebührend gefeiert!

Da viele Akteur*innen der Klimakrise eher unentdeckt bleiben wollen und dies häufig durch staatliche Strukturen unterstützt wird, können einige Aktionen Repressionen zur Folge haben. Um dem vorzubeugen, wird es auf dem Klimacamp Rechtshilfebroschüren, sowie eine Rechtsberatung zur Verfügung stehen. Auch nach den Aktionstagen werden in Fällen von Repression solidarische Unterstützungstrukturen geschaffen.

¹ Das Schwarzbuch Wien ist eine Sammlung von Akteur*innen und Orten in Wien, die für die (Klima-)Ungerechtigkeiten verantwortlich gemacht werden können.

Aktionskonsens

[zum Aktionbild]
Am 1. und 2. Juni werden im Rahmen der Climate Games in Wien Ungerechtigkeiten aufgezeigt und Orte sichtbar gemacht, die für eine klimaschädliche und ungerechte Gesellschaftstruktur verantwortlich sind. Dies wird in selbstorganisierten Kleingruppen-Aktionen passieren. Die Climate Games bilden einen Rahmen, in dem jede*r nach seinem*ihrem Ermessen gegen die Ungerechtigkeiten des Systems auflehnen kann. Der Aktionskonsens und die Einhaltung ist die Voraussetzung dafür, dass sich alle Teilnehmenden* mit ihren jeweiligen Aktionen innerhalb der Climate Games wohl und vertreten fühlen. Nur in Solidarität für alle Teilnehmenden* machen wir die Ungerechtigkeiten des Systems erfolgreich sichtbar und zeigen damit die mögliche Veränderungen auf.

  • die Sicherheit aller Beteiligten* steht an erster Stelle und wir achten zu jeder Zeit darauf
  • wir werden uns ruhig und besonnen verhalten
  • von uns wird keine Eskalation ausgehen, wir lassen uns auf keine Provokation ein
  • wir gefährden keine Menschen
  • von uns geht keine physische Gewalt gegen Lebewesen aus und wir achten auf die Verhältnismäßigkeit der Mittel
  • unsere Aktionen richten sich nicht gegen die Arbeiter*innen und Angestellten von Unternehmen
  • wir zerstören oder beschädigen keine Infrastruktur
  • wir achten aufeinander und respektieren die Grenzen aller Teilnehmenden*
  • die Kleingruppen-Aktionen werden jeweils eigenständig organisiert und durchgeführt,
  • jede*r ist für sein*ihr Handeln selbst verantwortlich.
  • wir sind solidarisch miteinander, und respektieren die Vielfältigkeit von Aktionsformen (auch wenn diese nicht unsere eigenen Herangehensweise entspricht)
Fotograf: Christoph Hedtke, Original unter: https://www.flickr.com/photos/133937251@N05/24363334088/